15.02.2024
15. Februar 2024

Lernen Sie die Jury für die Auszeichnungen des NSW & VIC-Verbands des Australian Institute of Architects kennen

Zwei Partner von Woods Bagot wurden ausgewählt, um die herausragendsten Projekte in ihren jeweiligen Fachgebieten für die Chapter Awards 2024 des Australian Institute of Architects.

Die AIA ist der Dachverband der Architektur in Australien und fördert bewährte Praktiken in der Branche durch die Förderung einer qualitativ hochwertigen, nachhaltigen und gerechten Gebäudeplanung.

Jedes Jahr würdigt das Institut im Rahmen seines nationalen Auszeichnungsprogramms Personen und Projekte, die das Fachgebiet durch Kreativität, Originalität und Zukunftsorientierung voranbringen. Dieses Programm ermöglicht die öffentliche Anerkennung und die Würdigung durch Fachkollegen für die innovativen Arbeiten der Institutsmitglieder und zeichnet die besten Projekte in jedem Bundesstaat in zehn Kategorien aus. Die Gewinner auf regionaler Ebene qualifizieren sich für das nationale Auszeichnungsprogramm des Instituts.

Jason Fraser, Partner bei Woods Bagot und globaler Bereichsleiter für Wohnarchitektur, wurde zum Juryvorsitzenden für die NSW Chapter Awards in der Kategorie „Wohnarchitektur – Mehrfamilienhäuser“ ernannt.

Die Geschäftsführerin und Designleiterin Hazel Porter wurde zur Jurorin für die Auszeichnungen des Victorian Chapter in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ ernannt. Lesen Sie, was unsere Juroren über den Wert der Anerkennung durch die Branche und die größten Herausforderungen sagen, denen die Architektur heute gegenübersteht. 

Was ist Ihrer Meinung nach der Wert von Programmen wie den AIA-Auszeichnungen?

JF: Die Auszeichnungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung architektonischer Spitzenleistungen; sie bieten der Branche die Gelegenheit, Projekte zu würdigen, die die Architekturpraxis auf ein neues Niveau heben. Für die Teilnehmer und Projektteams ist es eine Chance, Anerkennung von Fachkollegen zu erhalten, was ein Gefühl von Stolz und Erfolg vermittelt, das entscheidend ist, um alle zu noch besseren Ergebnissen zu motivieren. Als Jurymitglied bietet sich zudem die Gelegenheit, jene Projekte zu fördern, die herausragende Leistungen erbringen und dabei ein tiefes Verständnis für den komplexen Prozess mitbringen, der zur Verwirklichung eines Projekts erforderlich ist.

Was erhoffen Sie sich von den Teilnehmern in dieser Kategorie?

JF: Mich beeindrucken immer am meisten Projekte, denen es gelingt, das Besondere an ihrem Projekt treffend herauszuarbeiten. Dazu können indigene, architektonische und soziale Geschichte gehören oder auch jede bestehende oder historische Landschaft, mit der sich der Entwurf auseinandersetzt. Ich suche nach Projekten, die dann durch ihre Architektur eine klare konzeptionelle Strategie erkennen lassen. Diese muss sich zudem auf die Erlebnisvorstellungen der einzelnen Bereiche sowie auf deren Beziehung zur Stadt und der umgebenden Gemeinschaft beziehen.

Was sind derzeit die größten Herausforderungen für diesen Sektor in Australien?

JF: In ganz Australien – vor allem aber in den Großstädten – herrscht ein enormer Druck auf den Wohnungsmarkt. In der Vergangenheit herrschte in der australischen Bevölkerung weitgehend eine ablehnende Haltung gegenüber Bauprojekten, insbesondere was das Wohnen in höherer Bebauungsdichte betrifft. Auch wenn sich diese Einstellung allmählich wandelt, besteht ein dringender Bedarf, aufzuzeigen, dass das Wohnen in höherer Bebauungsdichte gut für die Bewohner und die gesamte Gemeinschaft ist. Neubauten sind eine Notwendigkeit, und Qualität ist entscheidend dafür, dass sie als positiver Bestandteil der Zukunft unserer Stadt akzeptiert werden.

 

Besuch vor Ort bei Jason Fraser

Was ist Ihrer Meinung nach der Wert von Programmen wie den AIA-Auszeichnungen?

HP: Die jährlichen Auszeichnungen bieten die Gelegenheit, die besten Projekte in ganz Victoria in verschiedenen Kategorien zu würdigen, wobei der Schwerpunkt auf Projekten liegt, die sich positiv auf den Ort und die Menschen auswirken. Der VIC-Preis sorgt, ebenso wie das nationale Preisprogramm, für Aufmerksamkeit und fördert herausragende Gestaltungsleistungen in ganz Australien und international. Die Preise bieten eine Plattform, um die Geschichten hinter der Verwirklichung von Projekten zu erzählen: wofür sie stehen und in welcher Beziehung sie zum öffentlichen Raum stehen. Als Jurymitglied ist es ein Privileg und eine Verantwortung, jede Einreichung und ihr Vermächtnis in der gebauten Umwelt zu prüfen. 

Was erhoffen Sie sich von den Teilnehmern in dieser Kategorie?

HP: In diesem Jahr bin ich Jurymitglied in der Kategorie „Nachhaltigkeit“, daher ist die Bandbreite an Typologien, Größenordnungen und Standorten sehr vielfältig. Ich werde nach innovativen Wegen suchen, wie sich eine Nachhaltigkeitsagenda in eine überzeugende Design-Erzählung einbetten lässt. Eine hervorragende Bewältigung kontextbezogener Herausforderungen, die Materialauswahl, programmatische Lösungen und der Einsatz von Technologie werden entscheidend sein, um zu verstehen, wie ein Projekt über das Alltägliche hinauswächst und zu einem Vorbild für großartiges Design und Raumerlebnis wird.

Was sind derzeit die größten Herausforderungen für diesen Sektor in Australien?

HP: Die Kategorie „Nachhaltigkeit“ bietet einen kleinen Einblick darin, wie die Branche insgesamt mit Klimaproblemen und deren Auswirkungen auf die bebaute Umwelt umgeht. Wir befinden uns an einem Punkt, an dem sich die Ansätze zur Nachhaltigkeit rasch weiterentwickeln, und es ist spannend zu sehen, wo wir die Grenzen noch weiter verschieben können. Die Einbindung von verantwortungsbewusstem und ethischem Design in alle Projekte ist für unseren Berufsstand unerlässlich, und die AIA-Auszeichnungen präsentieren Projekte, die auf diesem Gebiet wegweisend sind.

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