Jean Weng, Direktorin bei Woods Bagot, hielt auf der CHCC2026 in Tianjin einen Vortrag, in dem sie anhand von Projekten in Australien und China das biophile Design als integrierte Raumgestaltungsstrategie für die Zukunft des Gesundheitswesens vorstellte.
Am 25. Mai ging in Tianjin die 27. China Hospital Construction Conference (CHCC2026) zu Ende, eine führende Plattform, die die Zukunft der Gestaltung im Gesundheitswesen prägt. Im Rahmen des Programms brachte der 15. China-International Hospital Architecture Design Summit globale Perspektiven zu neuen Umgebungen im Gesundheitswesen zusammen.
Mit Unterstützung von Trade and Investment Queensland wurde Woods Bagot eingeladen, einen Beitrag zu leisten; Direktorin Jean Weng hielt einen Vortrag über biophiles Design und klimaneutrale Gesundheitseinrichtungen in Australien.
„Gesundheitsumgebungen sind mehr als nur funktional – sie sind Teil des Heilungsprozesses“, sagt Weng. „Australiens Know-how im Bereich nachhaltiger Gestaltung passt hervorragend zu Chinas sich wandelnden Anforderungen im Gesundheitswesen.“
Anhand von zwei Projekten in Australien und China stellte Jean das biophile Design als integrierte Raumstrategie dar, bei der natürliche Systeme eingebunden werden, um sowohl das Wohlbefinden als auch die Nachhaltigkeit zu fördern.
Der Entwurf für das neue Frauen- und Kinderkrankenhaus in Adelaide ist geprägt von seiner Einbindung in die umliegenden Parkanlagen und den gesamten biomedizinischen Bezirk und stärkt so die Verbindungen zwischen der Gesundheitsinfrastruktur, der Stadt und der Landschaft.
Unter der Leitung von Woods Bagot als Teil eines multidisziplinären Teams entsteht im Rahmen des Projekts ein neunstöckiges Krankenhaus mit 414 Betten, das Dienstleistungen für Frauen, Kinder und Jugendliche in einer einzigen integrierten Umgebung vereint. Anstatt die Natur als bloße Kulisse zu betrachten, integriert der Entwurf Tageslicht, Ausblicke auf Grünflächen und Gemeinschaftsbereiche, die die Orientierung erleichtern, Stress reduzieren und das Erlebnis für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter verbessern.
Als Südaustraliens erstes vollständig elektrisch betriebenes öffentliches Krankenhaus ist Nachhaltigkeit auf systemischer Ebene verankert – durch die Kombination passiver Gestaltungsstrategien mit hochleistungsfähigen Gebäudesystemen, um den Energieverbrauch im Betrieb zu senken und eine langfristige Umweltbilanz zu gewährleisten.
In Guangzhou wird die der Sun-Yat-sen-Universität angegliederte Zahnklinik den Anforderungen eines dichten, spezialisierten Gesundheitswesens gerecht. Die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Architekturdesign und Forschung der Provinz Guangdong (GDAD) entworfene, 94.000 Quadratmeter große Einrichtung vereint klinische Versorgung, Forschung und Lehre auf einer einzigen integrierten Plattform.
Eine L-förmige Anordnung ordnet die Programmelemente zu einem klaren und effizienten System, das durch vertikale Kerne und erhöhte Verbindungswege gestützt wird. Innerhalb dieses kompakten Rahmens werden Tageslicht, Dachgärten und landschaftliche Elemente integriert, um die Raumqualität und das Nutzererlebnis zu verbessern – und so ein Gleichgewicht zwischen der betrieblichen Intensität und einer stärker auf den Menschen ausgerichteten Umgebung herzustellen.
Bei beiden Projekten zeichnet sich ein einheitlicher Ansatz ab: die Integration von Raumplanung, Umweltleistung und menschlicher Erfahrung in ein zusammenhängendes System. Mit Blick auf die Zukunft wird die Gestaltung im Gesundheitswesen zunehmend von forschungsbasierten Methoden, der Einbindung von Natur, Kultur und Technologie sowie messbaren Wegen hin zu Netto-Null-Zielen geprägt.
Medienanfragen: Shirley Hao: Leiterin für Inhalte und Kommunikation (China)
12. Juni 2026
09. Juni 2026
05. Juni 2026
04. Juni 2026
01. Juni 2026
26. Mai 26
20. Mai 2026