Woods Bagot empfing kürzlich Drees & Sommer in seinem Londoner Studio anlässlich des jüngsten „neext Real Estate Forum“ des internationalen Beratungsunternehmens. Unter dem Motto „Building Bridges: From Assets to Cities – Rethinking Urban Transformation Across Europe“ wurde erörtert, wie europäische Städte und Regionen voneinander lernen und den Wandel über Grenzen hinweg gestalten können.
Entscheidungsträger aus den Bereichen Immobilien, Architektur, Stadtentwicklung, Investment, Industrie und dem öffentlichen Sektor trafen sich im Londoner Studio von Woods Bagot, um Kontakte zu knüpfen, Partnerschaften aufzubauen und praktische Ansätze zur Stadtgestaltung auszutauschen. Zu den wichtigsten Diskussionsthemen zählten Best-Practice-Beispiele für Innovationen und regulatorische Initiativen, aktuelle Chancen und Herausforderungen für den europäischen Immobilienmarkt sowie die Frage, wie wir wirklich lebenswerte Städte schaffen können.
Florian Frotscher, Partner bei Woods Bagot, hielt auf der Veranstaltung eine Grundsatzrede zum Thema „Modernes Kulturerbe“. Hier sind drei der wichtigsten Punkte, die er den Teilnehmern vorstellte:
1. Beim Kulturerbe geht es nicht nur um Bewahrung, sondern auch darum, ein Vermächtnis für die Zukunft zu schaffen.
Florian stellte traditionelle Vorstellungen von Kulturerbe in Frage und argumentierte, dass es beim Kulturerbe ebenso sehr darum gehe, nach vorne zu blicken wie zurück. Unter Berufung auf die Erfolgsbilanz von Woods Bagot bei der Restaurierung historischer Gebäude betonte er die Verantwortung der Architekten, Orte zu schaffen, die sich anpassen, Bestand haben und für künftige Generationen relevant bleiben – und so zum Kulturerbe von morgen werden. Florian bezog sich zudem auf die Überzeugung des renommierten italienischen Architekten und Designers Aldo Rossi hinsichtlich der Schaffung von Denkmälern, einschließlich dessen Feststellung, dass „… das Denkmal eine Beständigkeit besitzt, die die wirtschaftlichen und politischen Zyklen der Stadt überdauert“, und erklärte, dass Architekten danach streben sollten, Gebäude zu schaffen, die die Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit von Denkmälern aufweisen.
Florian Frotscher, Partner bei Woods Bagot, hält seine Grundsatzrede.
2. Erfolgreiche Städte entstehen rund um Orte mit Bedeutung.
Ein zentrales Thema in Florians Vortrag war die Unterscheidung, die er zwischen „Standort“ und „Ort“ traf. Während ein Standort Komfort und Erreichbarkeit bietet, beschrieb Florian, dass ein Ort Bedeutung, Erlebnis und Verbundenheit schafft, und betonte dabei, wie wichtig es ist, Orte zu gestalten, die Menschen aktiv besuchen, an denen sie arbeiten und mit denen sie sich verbunden fühlen.
3. Langfristiger Wert ist wird durch Anpassungsfähigkeit und Identität, einund Zugehörigkeit.
Florian außerdem betonte , dass die erfolgreichsten Gebäude diejenigen sind, die Konjunkturzyklen überdauern und sich ändernde Bedürfnisse der Nutzer überdauern. Er stellte klar, dass Gebäude so entworfen werden müssen,robust gestaltet werden, um Umbauten und Nutzungsänderungen zu ermöglichen im Laufe der Zeit, und gleichzeitig Stolz und Gemeinschaftsgefühl, sowie ein Zugehörigkeitsgefühl. In Florian Ansicht schaffen Gebäude bleibenden Wert, wenn Menschen sich emotional mit ihnen verbunden fühlen und wenn sie auch lange nach dem Auszug des ersten Mieters noch eine Bedeutung haben. Tatsächlicher schlug vor, dass der nächste Maßstab für den Wert von Immobilien in Zukunft nicht nicht die wirtschaftliche Leistung sein wird, sondern das Ausmaß, in dem sich Menschen mit einem Ort verbunden fühlen.
„TDie nächste Währung, die wird entstehen wird Wert in Gebäuden, insbesondere in Bürogebäuden, schaffen wird, ist die Gewährleistung, dass die Menschen sich dort zu Hause fühlen. Ein Ort spielt auch dann noch eine Rolle, wenn der erste Mieter ausgezogen ist und er kann weiterhin genutzt werden, er seinen seinen Wert, und schafft weiterhin Verbundenheit und Zugehörigkeit,“ sagt Florian. „Unsere Verantwortung als Architekten besteht darin, Gebäude zu schaffen, die Widerstandsfähigkeit und Charakter, und den Optimismus besitzen, sich im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln, und stets bereichernund das Leben der Menschen und Städte bereichern, für die sie tätig sind.“
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