Räume, die Neugier und Zusammenarbeit anregen.
Woods Bagot und ERA-co bringen Ingenieurskunst ins Mittelpunkt des Campuslebens am neuesten Campus der Macquarie University.
Dievon adaptiver Wiederverwendung geprägt und als lebendiges Ökosystem konzipiert, signalisiert die neue Einrichtung einen Wandel in der Art und Weise, wie Universitäten Neugier Neugier, Zugehörigkeit und Innovation durch MINT-Bildung gestalten.
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Das neue „Engineering Innovation Building“ der Macquarie University steht im Mittelpunkt des Campuslebens. Die Einrichtung verbindet die technischen Anforderungen des Ingenieurwesens und der Astrophysik mit einem ausgesprochen menschenzentrierten Lernansatz. Das Ergebnis ist ein Gebäude, das sowohl robust als auch großzügig ist – technisch ausgefeilt und doch unerwartet einladend. Es rückt das Ingenieurwesen in den Vordergrund, zieht Studierende an und lädt die breitere Öffentlichkeit ein, es zu betreten.
Unter der Leitung von Woods Bagot und mit strategischer Beratung durch ERA‑co entwickelte das Projektteam eine Reihe von Erfahrungsprinzipien, um den Entwurfsansatz zu untermauern. In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Studierenden erarbeitete das Team die Muster des projektbasierten Lernens, des iterativen Prototyping, der Einbindung in die Praxis sowie des fließenden Wechsels zwischen verschiedenen Arbeitsmodi. Im Mittelpunkt des Entwurfs stehen die von Projektleiterin Alissandra Johnston als „sticky spaces“ bezeichneten Bereiche – sorgfältig durchdachte Räume, die Studierende auf natürliche Weise auf den Campus locken und spontane Interaktionen fördern, die das Lernen beflügeln.
Einer der wichtigsten strategischen Schritte des Projekts war die Entscheidung, das bestehende Gebäude „9 Wally’s Walk“ zu erhalten. Das Team schlug vor, Teile der bestehenden Struktur beizubehalten, ihre Funktion neu zu konzipieren und die neue Einrichtung direkt im Herzen des Campus zu verankern. Dieser Ansatz brachte eine Reihe von vielschichtigen Vorteilen mit sich. Das bestehende Gebäude beherbergt nun Trockenlabore, Büros und Lernräume für weniger intensive Aktivitäten, während ein neuer, eigens errichteter Flügel im Osten Platz für hochmoderne Ingenieurswerkstätten, Schwermaschinen und die beeindruckende Integration Hall für australische astronomische Optik bietet. Verbunden werden beide durch einen zentralen, lichtdurchfluteten Platz – einen urbanen Raum, in dem sich Campusleben, Industrie und Ingenieurswesen sichtbar überschneiden.
Das Erdgeschoss ist als Abfolge von Bereichen konzipiert: performative, flexible und von Natur aus öffentliche Räume. Der Makerspace an der Ecke von Wally’s Walk ist das Herzstück des Gebäudes – eine doppelt so hohe Werkstatt, in der studentische Teams und ihre Arbeiten unmittelbar präsentiert werden.
Der zentrale Bereich ist ein Paradebeispiel für dieses multimodale Denken. Die Studierenden können dort zu Mittag essen, Hausaufgaben machen oder Konstruktionen testen, während Abend- und Wochenendveranstaltungen denselben Raum in einen Treffpunkt für die Gemeinschaft verwandeln, an dem Präsentationen, Roboterwettbewerbe und studentische Ausstellungen stattfinden. Terrassen für informelles Lernen, ein offenes Forum und eine hängende Aussichtsplattform im Zwischengeschoss schaffen eine dynamische, interaktive Atmosphäre.
Weiter vorne erweitert eine Reihe von Studentenclub-Garagen mit Glasfronten das Konzept der Sichtbarkeit. Hier arbeiten Ingenieurteams an ganzjährigen Projekten in Werkstattboxen, die wie kleine Schaufenster für Ideen in der Entstehungsphase wirken.
Im Zentrum des Gebäudes befindet sich die AAO Integration Hall, ein dreistöckiges, mit Kränen ausgestattetes Labor, in dem astronomische Instrumente in Originalgröße zusammengebaut werden, bevor sie an Observatorien auf der ganzen Welt ausgeliefert werden. Eine Reihe von Schlitzfenstern gewährt Einblicke in diese außergewöhnliche Arbeit – manchmal sind sie offen und aktiv, können aber auch jegliches Licht ausschließen, wenn die Teams für spezielle Tests in völliger Dunkelheit arbeiten müssen.
Da so viele Fachbereiche unter einem Dach vereint sind, musste die Materialität sowohl ausdrucksstark als auch zweckmäßig sein. Der architektonische Ansatz legt Wert auf Robustheit, Klarheit und eine selbstbewusste Bescheidenheit. Das bestehende Backsteingebäude bleibt erkennbar und wird durch verbesserte Verglasung und Sonnenschutzmaßnahmen aufgewertet, während der neue Flügel eine markante Metallfassade aufweist – ein dreieckiges Muster, das vom lichtdurchfluteten Blätterdach des „Wally’s Walk“ und der strukturellen Logik von Ingenieurträgern inspiriert ist.
Durch die Verwendung von drei verschiedenen Metallplatten verändert die Fassade im Laufe des Tages ihren Charakter. Im Sommer spiegelt sie die Dichte der Baumreihe wider. Im Winter fangen ihre geometrischen Falten die tief stehende Sonne ein und erinnern an die Verzweigungen kahler Äste.
Ein neuer Anbau an der Vorderseite von 9 Wally’s Walk prägt die Ecke von Wally’s Walk und Eastern Road und schafft eine direkte Sichtverbindung zum Ingenieursgebäude. Dieser als „The Forum“ bezeichnete Amphitheaterraum dient als Veranstaltungsort für Vorträge, Filmvorführungen und Präsentationen an einem der sichtbarsten Orte des Campus. Es ist ein Raum, der für Interaktion konzipiert ist: Studierende treten mit dem Fußgängerstrom draußen in Kontakt, während Passanten einen Einblick in die Kreativität im Inneren erhalten.
Im Inneren des „Field“ tragen freiliegende Stahlträger eine Reihe von sägezahnförmigen Oberlichtern, die das Gebäude in sanftes Licht aus dem Süden tauchen. Dies ist das architektonische Herzstück des Projekts, das vier miteinander verbundene Baukörper zu einem einzigen, lebendigen Erlebnis vereint – offen, begehbar und intuitiv gesellig.
Von Anfang an war die Frage ganz einfach: Wie schaffen wir ein Gebäude, in dem die Studierenden beim Betreten das Gefühl haben, ihre Karriere als Ingenieure habe bereits begonnen?
Woods Bagot und ERA-co rücken die Ingenieurwissenschaften in den Mittelpunkt des Campuslebens auf dem neuesten Campus der Macquarie University. Die neue Einrichtung, die auf adaptiver Umnutzung basiert und als lebendiges Ökosystem konzipiert ist, markiert einen Wandel in der Art und Weise, wie Universitäten durch MINT-Bildung Raum für Neugier, Zugehörigkeit und Innovation schaffen.