Innovationszentrum für Melbourne: Ankurbelung der städtischen Wirtschaft und Förderung der Zusammenarbeit
Melbourne Connect befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Royal Women’s Hospital, direkt neben der University of Melbourne am Rande des zentralen Geschäftsviertels der Stadt. Es handelt sich um ein experimentelles Projekt und eine Gemeinschaft aus Forschern, Industrie, Start-ups, KMU, Behörden, Studierenden, Künstlern und der Science Gallery Melbourne. Fünf miteinander verbundene Gebäude sind um einen zentralen öffentlichen Garten namens Womin-djerring („zusammenkommen“) angeordnet, der das gesamte Areal prägt. Das Projekt ist Teil einer langfristigen, landesweiten Initiative, die darauf abzielt, die Wirtschaft der Region anzukurbeln.
Sprechen Sie mit uns über Bildung und Wissenschaft
Menschen, Projekte und Möglichkeiten machen Melbournes neuesten Innovationsbezirk zum idealen Ort für Ideen, Kontakte und Zusammenarbeit. Melbourne Connect ist ein Zentrum für Wissen, Forschung, Experimente und Innovation.
Die Gebäude bieten Platz für mehr als 500 wissenschaftliche Mitarbeiter, Doktoranden, Forscher, Unternehmen und Start-ups, die gemeinsam an neuen Ideen arbeiten, in der Hoffnung, diese schließlich auf den Markt zu bringen. Neben Gewerbe- und Coworking-Flächen gehören zu den Besonderheiten ein Fab Lab, Geschäfte, Cafés, eine Kindertagesstätte sowie eine „Super-Etage“ im ersten Stock, die die Gebäude miteinander verbindet und als Ort für den Ideenaustausch und Veranstaltungen dient. Im Erdgeschoss befindet sich die Science Gallery Melbourne, ein Ausstellungs- und Galerieraum, der sich speziell an 15- bis 25-Jährige richtet, um die Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft zu erkunden.
Die Fassadenstrategie spiegelt die Nachhaltigkeitsziele des Areals und die dort durchgeführten Forschungsarbeiten wider und stellt eine leistungsorientierte, energieeffiziente und anpassungsfähige Lösung dar. Verglaste Fassaden mit unterschiedlichen Mustern wenden sich zur Straße hin. Die Fassade zur Swanston Street zeichnet sich durch eine sich wiederholende, dreieckige Form bei jedem Paneel aus, wobei verstellbare, farbige, undurchsichtige Elemente die Menge des durchfallenden Sonnenlichts regulieren. Zwei Gebäude liegen zur Cardigan Street hin, von denen eines rechteckige Paneele in neutralen Farbtönen zur Abdeckung der Fenster aufweist, während das andere zurückhaltender gestaltet ist und eine dezente Fassade bildet. Während die Anordnung dieser Elemente gemischt ist, sind die Farbpalette und die Farbgebung einheitlich und vom zentralen Garten inspiriert, wobei eine Reihe von Ziegeln in Rot-, Ocker- und Terrakottatönen zum Einsatz kommt.
Die Innenräume sind in Grün- und Blautöne getaucht, um einen direkten Kontrast zur Außenwelt zu schaffen und die Räume sowie deren Nutzung zu kennzeichnen. Durch diesen Einsatz von Farbe werden zudem die unterschiedlichen Charakteristika der einzelnen Bereiche vermittelt, beispielsweise von ruhig und formell bis hin zu ungezwungen und aktiv. Um Flexibilität zwischen den großen, offenen Flächen zu gewährleisten, unterteilen drei teilbare Seminarräume, zentral gelegene Gemeinschaftseinrichtungen und mehrere Besprechungsbereiche die weitläufigen, organisch geformten Innenräume. Die Wegführung wird durch programmierbare Leuchten und die Innenraumbegrünung unterstützt.
Sydney, Australien
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05. Juli 24
27. September 2023