Aufbau eines interdisziplinären Zentrums für Biowissenschaften
Verteilt auf acht Stockwerke mit modernen Forschungs- und Lehrlabors bietet diese Einrichtung ein lebendiges Bildungsumfeld für mehr als 550 Mitarbeiter und Doktoranden sowie 360 Studierende der Biologie und der Biomedizin. Das Projekt umfasst zwei Teile: die vollständige Sanierung eines bestehenden Gebäudes sowie einen Anbau mit modernen Lehr-, Forschungs- und zentralen Einrichtungen. Der gemeinschaftliche Raum für öffentlich zugängliche, forschungsorientierte Lehre ist darauf ausgelegt, interdisziplinäre Teamarbeit zu fördern und dynamische Gemeinschaftsbereiche zu schaffen, die den Campus als Ganzes miteinander verbinden.
Sprechen Sie mit Sarah Ball über Bildung und Wissenschaft
Der architektonische Ansatz nutzt die bestehende Struktur und verbindet die Landschaft mit der gebauten Form, um ein starkes Gefühl für den Ort im Verhältnis zu seiner Umgebung zu schaffen. Die Fassade folgt dem schlichten vertikalen Rhythmus der Nachbargebäude und präsentiert gleichzeitig eine digitale Interpretation der von Schmetterlingsflügeln inspirierten Oberflächen. Im Vergleich zur terrakottafarbenen Farbpalette sind diese Farben gedämpft, um sich sanft vor dem Hintergrund der beiden anderen Gebäude abzuheben, die beide durch ihre kräftige Farbgebung auffallen.
Die durchdachte 室内设计 fördert die Zusammenarbeit durch eine Reihe von aktiven Coworking-Bereichen. Durch die Ausrichtung dieser Bereiche auf die zentrale Infrastruktur entstanden zwei wichtige soziale Knotenpunkte, die sowohl die Interaktion als auch die vertikale Mobilität – über eine monolithische Treppe – zwischen den Etagen fördern. Ein zentrales Atrium verbindet die beiden Flügel und vereint sie zu einem einzigen Standort. Im Erdgeschoss öffnen sich die studentischen Einrichtungen und informellen Bereiche durch die erhöhte Glasfront nach außen. In Anlehnung an das äußere Farbschema zieht sich ein vertikaler Farbverlauf von Gelb bis zu einem tiefen Rot durch die 室内设计– besonders deutlich sichtbar an der Treppe, die die Atriumräume flankiert, eine visuelle Identität für jede Ebene definiert und die Orientierung erleichtert.
Intern prägte das Konzept, die Wissenschaft sichtbar zu machen, einen Großteil der Planung. Die Unterrichtsbereiche in den belebten unteren Etagen verfügen über raumhohe Glasfenster, die für gute Sichtverhältnisse sorgen. Um die schmale Grundfläche optimal zu nutzen, sind die flexiblen Laborräume in den oberen Etagen zentral angeordnet und führen das Motiv der Transparenz fort, indem sie zum zentralen Verkehrsraum hin ausgerichtet sind. Die Arbeitsplätze sind an den Enden dieser Etagen angeordnet, um das natürliche Licht und die Aussicht bestmöglich zu nutzen.
Die zentralen Gemeinschaftsbereiche im Erdgeschoss werden durch eine Holzausstellung geprägt, die auf die jeweiligen Sitz- und Ausstellungsanordnungen zugeschnitten ist. Die sanft geschwungenen Formen der Gemeinschaftsbereiche, die an zelluläre Strukturen erinnern, dienen als Orientierungselemente, die den Durchgangs- und Umgehungsverkehr einschränken. Schwebende Sitzinseln aus Holz dienen als visuelle Ankerpunkte im Raum, verleihen ihm jedoch auch Wärme und schaffen einen Raum im menschlichen Maßstab, in dem sich die Studierenden bequem versammeln können.
Sydney, Australien
Hobart, Australien
05. Juli 24
27. September 2023