Ein spielerischer Ausdruck am Arbeitsplatz, der auf die lokale Ökologie Bezug nimmt und einen ruhigen Rückzugsort vor den Elementen schafft.
3 Te Kehu Way (3TKW) ist das zweite gewerbliche Projekt im Großraum Sylvia Park: eine stadtweite Umgestaltung, die Einzelhandel, Wohnen, Gewerbe und kommunale Infrastruktur umfasst.
Der Auftraggeber wollte das Einkaufszentrum Sylvia Park als gemischt genutztes Handelszentrum neu konzipieren und das Gelände von einem Einkaufszentrum im Stil einer Mall zu einem großstädtischen Zentrum weiterentwickeln. „Ihr Leitbild war es, Sylvia Park von einem Ort, den man besucht, zu einem Ort zu machen, an dem man sich aufhält“, sagt Matt Pieterse, Projektarchitekt bei Woods Bagot.
Entworfen von Woods Bagot und Peddlethorp, mit Landschaftsarchitektur von Boffa Miskell, markiert es die nächste Phase in der Entwicklung des Sylvia Park von einem Einkaufszentrum mit Parkhaus zu einem echten, gemischt genutzten Vorortviertel.
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Der Bauherr war offen für eine alternative architektonische Form mit einer verspielten urbanen Ausdrucksweise, die sich von der geschäftsmäßigen Strenge der Bürogebäude im zentralen Geschäftsviertel abhebt.
Die L-förmige Anlage, bestehend aus einem sechsstöckigen Geschäftsturm und einem niedrigen südlichen Pavillon, ist so konzipiert, dass sie Schutz vor den vorherrschenden Winden bietet und den öffentlichen Raum vor der Lärmbelästigung durch den Mt Wellington Highway schützt. Die Gebäudekonstruktion wurde zudem speziell darauf abgestimmt, die Verschattung des öffentlichen Raums entlang der Te Tata Avenue so gering wie möglich zu halten.
Die Bodenfläche wurde so gestaltet, dass sie an die ökologische Geschichte des Geländes als ehemaliger Laubwald anknüpft. Der Pūriri ist ein einheimischer immergrüner Baum mit knorrigem Stamm und leuchtend glänzenden Blättern, der in den nördlichen und Küstenregionen der Nordinsel heimisch ist. Um sein üppiges subtropisches Grün nachzuahmen, verwendete das Projektteam vier Farbtöne speziell angefertigter glasierter grüner Ziegel, die am Sockel des Gebäudes und an der Fassade des südlichen Flachbaupavillons integriert wurden.
Im Eingangsbereich strebte das Landschaftsarchitekturbüro Boffa Miskell danach, den Asphaltanteil auf dem Gelände zu reduzieren und einen geschwungenen Vorplatz zu schaffen, der die Fußgängeraktivität und die Wegeführung verbessert. „Pocket Parks“ sollen die Grünflächen maximieren und Orte bieten, an denen sich Menschen treffen und versammeln können, wobei einheimische Pflanzen für eine biophile Verbindung sorgen.
Über dem Sockel aus grünem Backstein entwarfen Woods Bagot und Peddlethorp eine faszinierende „Waffel“-Fassade aus Betonfertigteilen, die sich durch eine markante Rastergeometrie aus quadratischen und kreuzförmigen Aussparungen auszeichnet und eher an ein Kunsthandwerksobjekt als an ein zweckmäßiges Fassadensystem erinnert.
Die Fassade ist das Ergebnis eines intensiven Iterationsprozesses und entstand aus der Suche nach einer kostengünstigen, aber innovativen Lösung für ein rationales Fertigteil-Fassadensystem. Die daraus resultierende Fassade weist eine abwechslungsreiche und strukturierte Form auf und bildet einen faszinierenden Kontrast zu den einheitlichen Glasfassaden, die einen Großteil der Geschäftsarchitektur der Stadt prägen.
In jeder Fassadenplatte wird das Sichtfenster durch zwei kleinere „Scheinfenster“ oder Brüstungsfenster unterschiedlicher Größe ergänzt. Insgesamt entsteht durch die Verglasung ein unregelmäßiges Glasgefüge an der Fassade, dessen Kanten selten bündig abschließen. Das überraschende Ergebnis sind reflektierende Glasflüsse, die die Fassade hinunterfließen.
Ein Teil der Zwickelfenster fungiert als Leuchtkästen, die mit einer farbwechselnden LED-Beleuchtung ausgestattet sind, deren Farbe sich an Tagen von nationaler Bedeutung ändert. In Kombination mit der Innenbeleuchtung der Büros spielen diese Leuchtkästen vor dem Hintergrund des Vorstadt-Himmels ein subtiles Spiel mit bewusst manipulierten Maßstäben.
„Die Idee hinter der Bodenfläche war es, einzufangen, wie sich das Erlebnis in dem früheren Ökosystem wohl angefühlt haben mag – ein vollständiges Eintauchen in leuchtende Grüntöne.“
Eine spielerische architektonische Formensprache, die Anklänge an die lokale Ökologie aufgreift und einen ruhigen Rückzugsort vor den Elementen schafft.
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