01.07.2026
01. Juli 26

Projekte von Woods Bagot in der engeren Auswahl der Think Brick Awards

Die Think Brick Awards würdigen architektonische Spitzenleistungen und handwerkliches Können und ermutigen Designer dazu, die Grenzen von Ziegel, Betonmauerwerk, Pflastersteinen und Dachziegeln im zeitgenössischen Design zu erweitern.

Das diesjährige Thema „Re:Form“ legt den Schwerpunkt auf Projekte, die zeigen, wie sich Architektur durch die Neugestaltung von Ideen, die Neudefinition von Konventionen und die Schaffung nachhaltiger Wirkung durch den innovativen und inspirierenden Einsatz von Ziegeln, Bausteinen, Pflastersteinen und Dachziegeln weiterentwickelt.

Think Brick hat seine Shortlist für das Jahr 2026 bekannt gegeben, auf der zwei Projekte von Woods Bagot – St. Clare und The Forest – für den Holbury Hunt Commercial Award stehen.

Die Gewinner der diesjährigen Think Brick Awards werden am 4. September 2026 in der Art Gallery of New South Wales in Sydney bekannt gegeben.

St. Klara 

Der Entwurf von Woods Bagot für die Seniorenwohnanlage „St. Clare“ bietet eine moderne Interpretation der historischen Backsteinfassaden und der aufwendig gestalteten Dachdetails der umliegenden Nachbarschaft. Mit 103 Wohnungen und Annehmlichkeiten im Resort-Stil bietet das Projekt ein gemeinschaftsorientiertes Umfeld für Menschen über 55 Jahre und unterstützt ein Wohnmodell mit kontinuierlicher Betreuung, das ein Altern in der gewohnten Umgebung ermöglicht.

Der Komplex besteht aus vier fünfstöckigen Pavillons, die sich durch ein gemeinsames Bekenntnis zu langlebigen Materialien und raffinierter Mauerwerkskunst auszeichnen. Mit ihrem rhythmischen Mauerwerk und ihrer authentischen Materialität tritt die Architektur in einen haptischen Dialog mit den jahrhundertealten, mit Ziegeln verkleideten historischen Wohnhäusern der Gegend. Ausdrucksstarke Bänder aus „Soldier Course“-Ziegeln an den Geschossabschlüssen durchbrechen die Vertikalität der fünfstöckigen Baukörper und verbergen geschickt die strukturellen Bewegungsfugen.

An den Eingängen sorgen moderne Eckreliefs für ein Spiel aus Licht und Schatten und heben die Gebäudeeingänge als detailreiche Hochreliefs innerhalb einer ansonsten zurückhaltenden Fassade hervor. Das gegliederte Mansardendach lockert die Gebäudemasse auf und knüpft gleichzeitig an die stattlichen „Mansionette“-Häuser der Nachbarschaft an. Farblich abgestimmte Terrakotta-Ziegel sorgen für einen nahtlosen Übergang von der vertikalen Ebene zum Himmel.

Die Gestaltung dieser Dachlandschaft, die sich durch komplexe Neigungsunterschiede und die Übergänge zwischen Dachgauben und Oberlichtern zieht, ergibt eine Silhouette, die sowohl geometrisch komplex als auch zeitlos ist. Die Gebäudehülle ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch hochleistungsfähig und vereint fortschrittliches Feuchtigkeitsmanagement, hohe thermische Leistung, strukturelle Integrität und Langlebigkeit.

 Bei dem Projekt kamen Ziegel aus der Region Victoria sowie Dachziegel aus Dandenong zum Einsatz, wodurch sowohl die Transportkosten als auch der CO₂-Fußabdruck des Projekts minimiert und gleichzeitig in Australien hergestellte Materialien gefördert wurden.

Der Wald 

„The Forest“ ist der Vorzeigecampus der University of Tasmania in Hobart, der gegründet wurde, um die Präsenz der Universität im Stadtzentrum zu stärken und den Zugang zur Hochschulbildung zu verbessern. Entworfen wurde er von Woods Bagot. Die architektonische Vorgabe lautete, einen innerstädtischen Knotenpunkt für Lehre, Forschung, Zusammenarbeit und Gemeinschaft zu schaffen – mit modernen und barrierefreien Einrichtungen, die den Bedürfnissen von Studierenden und Mitarbeitern gerecht werden.

Auf dem ursprünglichen Gelände befanden sich denkmalgeschützte Backsteinlagerhäuser aus dem Jahr 1922. Ziel des Projekts war es, das Gelände durch einen stark vernetzten Masterplan wiederzubeleben, anzupassen und zu beleben, der das kulturelle Erbe würdigt, die natürliche Landschaft in den Vordergrund rückt und den vielfältigen Lehrbedürfnissen der Universität gerecht wird.

Crossin Bricklaying führte umfangreiche Maurerarbeiten durch, darunter die Verlegung von in Tasmanien hergestellten Ziegeln für Pflasterarbeiten, die Verkleidung von Innenwänden sowie traditionell verlegtes Außenmauerwerk. Im Rahmen der Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wurden wiedergewonnene Ziegel durchgehend wiederverwendet, um bestehende Mauerwerke zu reparieren.

Die Pflasterarbeiten erforderten ein hohes Maß an Präzision und handwerklichem Geschick, um über große Flächen hinweg eine einheitliche Ausrichtung, Verlegemuster und Oberflächenqualität zu gewährleisten. Dadurch entsteht eine durchgehende Bodenebene zwischen Innen- und Außenbereich, die die Zwischenräume auf dem gesamten Campus definiert.

Die einheitliche Oberflächenbehandlung trägt dazu bei, die Landschaft in das Gebäude zu integrieren, und schafft eine Farbpalette für die öffentlichen Bereiche, die die Besucher dazu einlädt, den Raum zu betreten und zu durchqueren. Bei der Umsetzung des Projekts wurde besonderer Wert auf handwerkliche Qualität und Langlebigkeit gelegt. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Bauwerk, das das kulturelle Erbe des Gebäudes würdigt und die Rolle von Ziegel und Betonstein als nachhaltige und zeitlose Baustoffe unterstreicht. 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Think Brick. 

 

Medienanfragen:
Isla Sutherland:
Managerin für Inhalte und Kommunikation (Australien und Neuseeland)

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