15.08.2019
15. August 2019

150 Jahre Jubiläum: Erfahren Sie, wie wir die Architekturpraxis voranbringen

Über 80 Gäste – Kunden, Würdenträger und Partner von Woods Bagot – kamen zusammen, um die Geschichte des Unternehmens in dem ersten Gebäude zu feiern, das von den Gründern Edward John Woods und Walter Bagot entworfen wurde.

Nik Karalis, CEO von Woods Bagot, führt die Langlebigkeit des Unternehmens auf das beständige Bestreben zurück, die Aufgabenstellung der Architektur weiterzuentwickeln.

„Wir haben keine Angst vor Veränderungen“, sagte er. „Wir verfolgen mit großem Interesse die Fortschritte bei Bauverfahren und in der Bauindustrie, neue Technologien und vor allem immer, wie Menschen Räume tatsächlich nutzen – und nicht, wie wir glauben, dass sie sie nutzen.“

Woods Bagot wurde mit der Idee gegründet, Lösungen für das künftige Wachstum sowohl von Städten als auch von Menschen zu entwerfen. Diese klare Leitidee bildet nach wie vor das Fundament des Unternehmens und hat dessen Expansion von einem Büro in Adelaide auf 15 Standorte weltweit vorangetrieben, die mehr als neun Branchenbereiche abdecken und weltweit ganzheitliche Gebäude und Stadtviertel gestalten.

„Wir verfolgen einen integrativen Ansatz, wir haben Vielfalt schon lange gefeiert, bevor es politisch korrekt war, und vor allem sind wir bereit, in alle Ecken der Welt zu reisen, um unser Fachwissen für die visionären Ziele unserer Kunden einzusetzen“, sagte Karalis.

Eine der dramatischsten Veränderungen in der gebauten Umwelt in diesem Jahrhundert betrifft den gemeinsamen Raum und die Zusammenführung von Gemeinschaften. Die Arbeit der Architektur, so Karalis, sei heute ein komplexes und faszinierendes Geflecht von Verknüpfungen.

„Projekte werden immer komplexer, da in stimmigen Bebauungskonzepten eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen und Bedürfnisse zusammengeführt wird. Wir bezeichnen dies als ‚Sektorverschmelzung‘, bei der die Grenzen zwischen den einzelnen Nutzungen verschwinden und durch verbindende Strukturen ersetzt werden.“

Digitales Design, robotergestützte Fertigung, Ökologie und neue Montageverfahren sind die aktuellen Wegbereiter im Bauwesen. Karalis prognostiziert, dass Fortschritte im digitalen Bauen sowie die Beziehungen zu Bauunternehmern und Auftraggebern dazu führen werden, dass das Design besser auf die beabsichtigten Ziele abgestimmt wird. Um die Architektur voranzubringen, investiert Woods Bagot weiterhin massiv in SUPERSPACE, die eigene Forschungs- und Technologiegruppe, die die traditionelle Flächenanalyse durch eine erlebnisorientierte Analyse ablöst.

„Mit SUPERSPACE erkennen wir die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus unserer Fähigkeit ergeben, Daten über verschiedene Ebenen hinweg zu erfassen und zu sammeln – sei es für Städte, Volkswirtschaften, Kunden, Gebäude oder Endnutzer. Um ‚Nutzerprofile‘ zu erstellen, nutzen wir Daten und binden uns frühzeitig in den Prozess ein, indem wir die Menschen fragen, was sie benötigen, um ihr menschliches Potenzial auszuschöpfen“, sagte Karalis.

Erfahrungsbasierte Analysen beziehen die haptische und emotionale Dimension mit ein, wie Menschen auf Raum, Volumen sowie Licht und Dunkelheit reagieren – und genau das ist nach Karalis’ Ansicht der Kern der Architekturpraxis. Er widerspricht der Vorstellung, dass Technologie und Daten einen Verlust an menschlicher Verbundenheit bedeuten.

Dieser Meilenstein würdigt die Architekturentwicklung über drei Jahrhunderte hinweg, und die Unternehmensleitung geht davon aus, dass uns diese entscheidenden technologischen und datengesteuerten Veränderungen noch weiter in die Zukunft führen werden.

„In den letzten Jahren haben wir uns mutig von unseren Gründern gelöst. Das hat uns die Freiheit gegeben, Veränderungen zu antizipieren und uns mit einer Flexibilität anzupassen, die es uns ermöglicht, kontinuierlich innovativ zu sein und auch im nächsten Jahrhundert relevant zu bleiben“, sagte Karalis zu den Anwesenden.

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