Bei der Endausscheidung der International Property Awards, die am 16. Januar 2026 im Londoner Savoy Hotel stattfand, feierte Woods Bagot den krönenden Erfolg seines visionären Suzhou-Projekts Yanlord Cangjie mit der Auszeichnung „Best Retail Architecture (International)“. Der Preis markiert den triumphalen Weg des Projekts von seinen ersten Gewinn als beste Einzelhandelsarchitektur in China bei den Asia Pacific Property Awards bis hin zu weltweiter Anerkennung.
Bei der Entgegennahme der Auszeichnung blickte Schulleiter Christopher Lye auf den siebenjährigen Weg zur Verwirklichung Cangjie, eines 140.000 Quadratmeter großen Erlebniszentrums für Einzelhandel und Lifestyle in in Suzhous historischem Pingjiang . „Diese Auszeichnung würdigt unseren unerschütterlichen Glauben an Innovation statt Nachahmung“, sagte Lye. „Unser Hauptanliegen war es, ein Projekt zu entwerfen, das für die Stadt von Bedeutung ist und das einzigartig zu Suzhou gehört.“
Cangjie interpretiert die kulturelle DNA von Suzhou neu, verwandelt klassische Gärten in eine dynamische dreidimensionale vertikale Landschaft und verwebt historische Stadtbildmotive zu einer zeitgenössischen Luxus-Einkaufsumgebung. Wie Lye anmerkte, wurde das Projekt nicht nur als kommerzielles Ziel konzipiert, sondern als Katalysator für die Stadterneuerung, der das kulturelle Erbe aktiv mit modernem Handel verbindet, um den historischen Kern wiederzubeleben.
„Unser Ziel war es, einen kulturellen Treffpunkt für das gesamte Nachbarschaft“, erklärte Lye erklärte. Das Projekt präsentiert über 200 Marken, von denen 70 % neu in Suzhou oder China sind, und bietet ein lebendiges, sich ständig weiterentwickelndes Programm aus Kunstinstallationen, Märkten und Musikveranstaltungen, das eine neue urbane Gemeinschaft fördert.
Vor der Preisverleihung nahm Lye gemeinsam mit anderen Branchenführern an der Podiumsdiskussion „IPAX Talks“teil, die unter dem Titel„Lokale Wurzeln, globale Vision: Kontext in wirkungsvolles Design einbeziehen“stand. Zu den weiteren Diskussionsteilnehmern gehörte Taha Alandejani, Senior Director der QubaaMoschee-Erweiterungsprojekts, sowie Alex Athanassoulas, Präsident und CEO der STIRIXIS-Gruppe.
Die Podiumsdiskussion befasste sich die grundlegenden Herausforderungen und Veränderungen, denen sich die gebaute Umwelt gegenübersieht. Lyes wichtigste Erkenntnisse sind im Folgenden zusammengefasst:
Zum Scheitern von Projekten: Es ist ein Planungsproblem
Misserfolge sind oft auf ein falsch ausgerichtetes Projektbrief zurückzuführen, bei dem die architektonische Vision Vorrang vor langfristiger Funktionalität und Betrieb hat. Ein Gebäude muss sein Geschäftsmodell und seine Rolle in der Gemeinschaft vom ersten Tag an unterstützen, um zu vermeiden, dass es bereits bei der Eröffnung funktional veraltet ist.
Zur Lebensdauer von Gebäuden: zwei Maßstäbe, zwei Zeitachsen
Erfolgreiche Projekte verfolgen zwei Zeitachsen: die langfristige Stadtentwicklung ganzer Stadtteile (über 25 Jahre, wie Canary Wharf) und die kurzfristigere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Anwohner auf Grundstücksniveau (in Zyklen von 8 bis 10 Jahren, wie Westfield), was regelmäßige strategische Anpassungen erfordert.
Zu Designtrends: Jenseits der „Glasbox“
Lye warnte vor einer generischen, globalisierten Architektur. Die Berücksichtigung des lokalen Kontexts und der lokalen Kultur muss für alle Gebäude – nicht nur für öffentliche Wahrzeichen – von entscheidender Bedeutung sein, um eine authentische Identität zu schaffen.
Über die Zukunft: der unverzichtbare „dritte Ort“
Der Trend geht weg von charakteristischen Stilen hin zur lokalen Kultur. Um Menschen anzusprechen, muss ein Projekt zu einem lebendigen „dritten Ort“ zwischen Arbeit und Zuhause werden, indem es den lokalen Kontext in den Alltag einbindet. Ohne diese authentische Verbindung werden Räume schnell wieder verlassen. Das ist „Design mit Relevanz“.
Diese Philosophie prägt Projekte wie Cangjie, die sich an Lyes Grundsatz orientieren: „Wir denken über das Grundstück hinaus“, indem wir von Anfang an jahrzehntelange Nutzung und das weitere städtische Umfeld im Blick behalten.
Die International Property Awards zählen zu den weltweit renommiertesten Auszeichnungen und würdigen herausragende Leistungen in der globalen Immobilienbranche. Der weltweite Sieg von Cangjie bei den International Property Awards sowie Lyes einflussreicher Vortrag in London unterstreichen eindrucksvoll das Engagement von Woods Bagot für die Gestaltung zukunftsorientierter Orte, die einzigartige kulturelle Identitäten auf der Weltbühne zur Geltung bringen.
Medienanfragen: Shirley Hao: Leiterin für Inhalte und Kommunikation (China)
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