Öffentliches Eigentum

Belebung von Stadtvierteln durch die Schaffung „sinnvoller“ öffentlicher Räume.

One Journal Square

Woods Bagot hat einen Wohn- und Geschäftsturm fertiggestellt, der sich an der Funktion des Journal Square als verkehrsorientiertes Stadtentwicklungsprojekt orientiert. Das Projekt soll durch die Schaffung neuer öffentlicher Plätze und eine markante architektonische Formensprache zur Belebung des Stadtviertels beitragen.

Projektdetails

Zwei Türme drehen sich um eine Eckachse und bilden so eine dynamische Form, die auf die schrägen Zufahrten des nicht rechtwinkligen Straßennetzes reagiert. Die Einzelhandelsflächen sollen den neuen Platz beleben, neue Anziehungspunkte schaffen und den Bedürfnissen einer aufstrebenden Gemeinschaft gerecht werden.

Das 186.000 Quadratmeter große gemischt genutzte Projekt verfügt über ein 10-stöckiges, gemischt genutztes Podium mit einem Untergeschoss, das Folgendes umfasst: separate Lobbybereiche im Erdgeschoss, Empfangs- und Postdienstleistungen für die Wohnhochhäuser 1 und 2 sowie Zugang zu einem oberirdischen Parkhaus und unterirdischen Ladezonen sowie Gebäudetechnik. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss befinden sich Einzelhandelsflächen, die direkt von den Außenterrassen des Gebäudes aus zugänglich sind. Es gibt fünf Büroetagen. Die beiden Türme werden 756 Mietwohnungen für insgesamt 1512 Wohneinheiten bieten. Beide verfügen über zwei Etagen mit gemeinschaftlichen Einrichtungen, darunter ein Basketballfeld in voller Größe und ein Schwimmbad.

„People Architecture“ in luftiger Höhe – Fragen und Antworten

1. Welcher technische Ansatz wurde bei der Planung eines Turms dieser Höhe verfolgt?  

Der technische Ansatz bei der Planung des One Journal Square, eines Stahlbetonbauwerks, umfasst ein seitliches Aussteifungssystem mit Gurtträgern im 11., 34. und 64. Stock, die mit den Technikgeschossen zusammenfallen. Windkanaltests ergaben eine Wechselwirkung zwischen den beiden Türmen, wobei der eine den anderen vor starken Winden schützt, was kleinere Stützen und ein leichteres seitliches System ermöglicht, als es für einen einzelnen Turm erforderlich wäre. Die Fassade verfügt zudem über ein Vorhangfassadensystem mit strukturell verglasten Pfosten, was für ein elegantes, minimalistisches Erscheinungsbild sorgt, und zu öffnende Fenster in jedem Raum gewährleisten eine natürliche Belüftung.

2. Welche Auswirkungen wird dieses Gebäude auf die umliegende Gemeinde haben? Inwiefern ist es menschenorientiert?  

Die Auswirkungen des One Journal Square auf die umliegende Nachbarschaft sind erheblich, da das Projekt darauf ausgelegt ist, den Journal Square durch neue öffentliche Plätze, Gassen und eine markante architektonische Präsenz wiederzubeleben. Der Entwurf sieht zwei abgestufte Türme vor, die sich vertikal harmonisch in die umliegende Nachbarschaft einfügen, während das Sockelgeschoss einen fließenden Übergang zum lokalen Maßstab schafft – so entsteht ein Gebäude, das sich perfekt in seine Umgebung einfügt.

Das Projekt richtet sich auch an die aufstrebende Nachbarschaft, indem es den Platz mit Einzelhandelsflächen und anderen neuen Anziehungspunkten belebt. Bewohner und Anwohner werden zudem von der Umgestaltung des Journal Square zu einem kunstorientierten Areal profitieren, das eine Verbindung zu Wahrzeichen wie dem renovierten Loews Theater und der geplanten Partnerschaft mit dem Centre Pompidou herstellt. Der Platz selbst bietet gemeinschaftsorientierte Einrichtungen, darunter ein 9/11-Mahnmal, Sitzgelegenheiten, Veranstaltungsflächen und eine Rasenfläche für Kunstausstellungen.

Mit 1.720 Wohneinheiten wurde das One Journal Square so konzipiert, dass die Parkplätze im Sockelbereich verborgen sind, sodass das Parkhaus von den öffentlichen Bereichen aus nicht einsehbar ist. Die Annehmlichkeiten des Gebäudes legen den Schwerpunkt auf Wellness und Gemeinschaft und umfassen Coworking-Bereiche, Lounges, Fitnesseinrichtungen sowie Freizeitbereiche wie eine Kletterwand, Schwimmbäder und Außenterrassen, die alle darauf abzielen, das Leben der Bewohner zu bereichern und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. 

3. Was ist das Besondere am Entwurf eines hohen Turms? Welche Herausforderungen mussten Sie bewältigen?  

Beim Entwurf von Hochhäusern geht es nicht nur darum, beeindruckende Skylines zu schaffen, sondern auch darum, das Leben in der Stadt zu verändern. 

Bei den meisten Hochhäusern beginnt die Reise mit der entscheidenden Aufgabe, den Übergang von einer horizontalen Umgebung zu einer markanten vertikalen Präsenz zu gestalten. Architekten müssen sicherstellen, dass ihre Entwürfe mit dem umgebenden Kontext harmonieren, und sich während der gesamten Lebensdauer eines Projekts der Schaffung von Bauwerken verschreiben, die den lokalen Charakter wahren. 

Auch bei hohen Türmen ist die strukturelle Integrität von entscheidender Bedeutung, da sie erheblichen seitlichen Kräften, insbesondere durch Wind, standhalten müssen, was innovative Lösungen erfordert. Durch moderne Windkanaltests und den Einsatz von Aussteifungssystemen oder Gurtträgern können hohe Gebäude eine beispiellose Stabilität erreichen und gleichzeitig optische Beeinträchtigungen minimieren. 

Zudem legen erfolgreiche Hochhäuser besonderen Wert auf die Gestaltung des öffentlichen Raums. Durch die Einbindung lebendiger öffentlicher Bereiche an ihrem Sockel – wie Plätze und Einkaufsbereiche – fördern sie die Interaktion innerhalb der Gemeinschaft und schaffen ein lebendiges städtisches Umfeld. Ebenso entscheidend sind die Annehmlichkeiten: Das Angebot von Fitnessstudios, Lounges und Außenbereichen zieht nicht nur Bewohner an, sondern fördert auch das Wohlbefinden und soziale Kontakte – wie im Fall von One Journal Square.  

Letztendlich prägen gut gestaltete Hochhäuser die Skyline neu und bereichern das städtische Leben, was sie zu einem unschätzbaren Gewinn für jede Stadt macht. 

Standort
Jersey City, New Jersey
Kunde
Kushner Companies und KABR
Größe
185.800 m²
2 Millionen Quadratfuß
Abschluss
2025
Geltungsbereich
Architektur
Mitarbeiter
Innenarchitektur – 1159

„Ein menschenorientierter Turm – vom Boden bis in den Himmel.“

„One Journal Square ist ein rundum offenes Gebäude – jede Fassade liegt an einer öffentlichen Straße oder einer Fußgängerzone.“

„Stadtgestaltung zur Wiederbelebung des Stadtviertels durch die Schaffung neuer öffentlicher Plätze, Gassen und einer unverwechselbaren architektonischen Formensprache.“

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