Das Coopers Stadium, seit 1960 ein beliebter Bestandteil der Sportlandschaft von Adelaide, wird für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023 auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht – um allen ein noch besseres Spieltagserlebnis zu bieten.
Im sportbegeisterten Adelaide, einer Stadt, in der es überall Spielfelder für Cricket und Australian Rules Football gibt, bildet das Coopers Stadium eine bemerkenswerte Ausnahme – ein rechteckiges Spielfeld und die Heimat des Fußballs in Südaustralien.
Es kann zudem für sich beanspruchen, Austragungsort der beiden prestigeträchtigsten Sportveranstaltungen zu sein, die jemals in Adelaide stattfanden – Spiele der Olympischen Spiele 2000 und der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023, wobei letztere den Anstoß für eine umfassende Stadionmodernisierung unter der Leitung von Woods Bagot gab.
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Bevor die FIFA die Austragung von WM-Spielen im Coopers Stadium, der Heimstätte des Adelaide United Football Club, genehmigte, verlangte sie, dass das Stadion, an dem zuletzt Ende der 1990er Jahre im Hinblick auf die Olympischen Spiele Umbauarbeiten durchgeführt worden waren, auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht wird.
„Eine Sportstätte von Weltklasse zu schaffen, indem das Spieltagserlebnis für alle verbessert und weltweit übertragen wird“ – das war das Leitmotiv von Woods Bagot während des gesamten Projekts, das im Jahr 2021 begann.
Zu den wichtigsten Prioritäten zählten die Verbesserung des Zuschauerkomforts und der Bewegungsfreiheit im Stadion, das bei Sportveranstaltungen (darunter auch gelegentliche Rugby-Spiele) Platz für 16.500 Zuschauer und bei Konzerten für 26.000 Zuschauer bietet.
Die wichtigste Maßnahme bestand darin, die Zuschauer auf der Osttribüne durch die Errichtung eines 2200 Quadratmeter großen freitragenden Daches vor Regen und Sonne zu schützen und gleichzeitig durch die Beibehaltung der bestehenden Tribüneninfrastruktur ein nachhaltiges Ergebnis zu gewährleisten.
An der Rückseite der bestehenden Tribüne wurde ein neuer, verglastes Veranstaltungsraum errichtet, der für Firmen Gäste an Spieltagen sowie für eigenständige Veranstaltungen vorgesehen ist; darüber erstreckt sich das Dach.
Durch seine Gestaltung bildet es den Gegenpol zur Westtribüne auf der anderen Seite des Spielfelds und verleiht dem Stadion so ein Gefühl der Vollendung.
Die Verwendung von Glasfassaden an der Vorder- und Rückseite des Stadiongebäudes bietet einen hervorragenden Blick sowohl auf das Spielfeld als auch auf das nahegelegene Stadtzentrum von Adelaide und sorgt gleichzeitig für eine optische Auflockerung der Gebäudefront, da die Zuschauer in anderen Bereichen des Stadions einen freien Blick genießen können.
Ein weiterer Vorteil der Erweiterungsmaßnahmen ist ein großzügiger Unterbau, der die öffentliche Infrastruktur unterhalb der Osttribüne verbessert, für zusätzlichen Schatten sorgt und den Zugang für die Öffentlichkeit erleichtert.
Die Westtribüne wurde zudem um ein neues, geschlossenes Medien- und Notfallzentrum erweitert. In der Nähe befindet sich ein neues Empfangs- und Fanartikelgebäude.
Zu den weiteren Neuerungen zählen neue Flutlichtmasten, Großbildschirme, modernisierte Sitzplätze im gesamten Stadion sowie zwei neue Gastronomieangebote.
Die Arbeiten an dem 53-Millionen-Dollar-Projekt dauerten ein Jahr und wurden rechtzeitig vor der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023 abgeschlossen. Bei diesem Turnier fanden im Stadion fünf Spiele statt, unter anderem mit Mannschaften wie Brasilien, England, Frankreich und Südkorea, die von mehr als 13.000 Zuschauern verfolgt wurden.
Die Finanzierung erfolgte durch die Regierung von Südaustralien, wobei die Entwicklung vom Stadionbetreiber Adelaide Venue Management überwacht wurde.
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