28.07.2020

Porträt – Wynyard Walk

Wir hatten die Gelegenheit, uns mit Kim Crestani, der NSW-Transportpartnerin für das Wynyard-Walk-Projekt, zu unterhalten, um mehr darüber zu erfahren, wie das Wynyard-Walk-Projekt dazu beigetragen hat, Sydneys Innenstadt zu verändern.

Als das ursprüngliche 5,2-Milliarden-Dollar-Projekt der Sydney Metro gestrichen wurde, musste die Verbindung „Wynyard Walk“ nach Barangaroo zu einem eigenständigen Projekt werden – ursprünglich war sie Teil des Gesamtprojekts. Daher war ein genauerer Ansatz erforderlich, um sicherzustellen, dass sie zeitgleich mit der Eröffnung von Barangaroo fertiggestellt werden konnte. Hinzu kam das Image als eigenständiges Projekt – das Budget lag nun vollständig offen. Das Ergebnis war eine großartige Lösung mit der erforderlichen Breite von 9 Metern, die sich deutlich von einem gewöhnlichen Fußgängertunnel abhebt. Das Budget war enorm.

Es waren so viele Architekten beteiligt, so viele Gewerke, Probleme und Herausforderungen, enorme Höhenunterschiede, digitale Kabel und zeitliche Zwänge, ganz zu schweigen von einer Vielzahl von Behörden, die jeweils unterschiedliche Interessen verfolgten.

Das Projekt von Woods Bagot war atemberaubend und es war eine wahre Freude, es zu realisieren.

Dem ursprünglichen Auftraggeber und den Designteams sowie allen, die später an der Umsetzung und Überprüfung dieses Projekts beteiligt waren, gebührt großes Lob. Es hat lange gedauert – aber der entstandene Raum ist bemerkenswert.

Ich war als Teil des Auftraggeberteams bei Transport NSW an der Entstehung dieses Raums beteiligt, und er wurde vom Team von Woods Bagot und Aspect Studios zusammen mit einer riesigen Gruppe von Hunderten von Menschen mit viel Leidenschaft entworfen und realisiert. Es war eine wahre Freude, in den Ausschreibungsunterlagen zu lesen, dass „die Gestaltung von FLOW von der Natur und der Geologie der Region inspiriert wurde“. Ich habe das Gefühl, dass die Gestaltung solcher Räume dem Drehen eines Films ähnelt – von der Idee bis zur Fertigstellung vergingen sieben Jahre, es gab über 60 Optionen für den Standort – sowohl im Grundriss als auch im Schnitt –, und es gab zahlreiche Interessengruppen, Planungsworkshops und heftig umkämpfte Debatten mit den Behörden.

Komplexe Erwerbungen und bauliche Herausforderungen waren an der Tagesordnung – doch letztendlich wurde dieser wunderschöne, weltklasse [„Tunnel“]-Raum von der Öffentlichkeit sehr gut angenommen und räumt den Fußgängern als Hauptnutzer Vorrang ein.

Neues aus dem Global Studio