18.06.2020

Porträt – Short Lane

Wir haben uns kürzlich mit Ash, einer Bewohnerin der Short Lane, unterhalten, um mehr darüber zu erfahren, wie sie ihr Zuhause nutzt.

Wie hat sich die Art und Weise, wie Sie Ihre Wohnung nutzen, im Laufe der Zeit verändert?

Durch die Arbeit von zu Hause aus mussten wir unseren Wohnraum anpassen, um eine gewisse Trennung zwischen unserem „Privatleben“ und unserem „Berufsleben“ zu schaffen. Glücklicherweise ist der Raum sehr flexibel und offen gestaltet, sodass wir verschiedene Bereiche für unterschiedliche Tageszeiten einrichten konnten. Ich persönlich habe wirklich gemerkt, dass sich meine Stimmung und mein allgemeines Wohlbefinden deutlich verbessert haben, seit ich meinen Schreibtisch so umgestellt habe, dass ich einen Blick auf die üppig bewachsenen Balkonkübel habe. Dadurch vergesse ich, dass wir uns mehrere Stockwerke über dem Boden befinden, und fühle mich ein bisschen mehr geerdet.

 

Gibt es bestimmte Merkmale Ihrer Wohnung, die Besucher besonders ansprechen?

Es sind gerade die kleinen Details, die bei den Besuchern unserer Wohnung den größten Eindruck hinterlassen. Das beginnt schon mit der Betonoptik der Wände im Flur, und von da an fallen unseren Besuchern immer wieder die kleinen Details und Ausstattungsmerkmale auf, die die Wohnung auszeichnen, wie zum Beispiel die Deckenverkleidung und die Unterbauleuchten. Die Möglichkeit, den Balkon flächenbündig zum Wohnzimmer hin zu öffnen, vergrößert den Wohnbereich sofort und lässt die gesamte Wohnung viel geräumiger und praktischer für Gäste wirken.

Welche Aspekte deiner Umgebung fallen dir am meisten auf und warum?

Wir lieben die Lage in der Short Lane und die Möglichkeit, jederzeit einfach nach unten zu gehen, um im „Veneziano“ einen Kaffee zu trinken. Es ist toll, immer wieder die gleichen Gesichter im Gebäude und in den umliegenden Straßen, im Café und unten in der Brix Distillery zu sehen. Da wir so nah an der City wohnen, hatten wir zwar mit einem geschäftigen Treiben gerechnet, aber es war eine Freude, hier auch eine Gemeinschaft vorzufinden.

 

 

Wie ist Ihre Short Lane mit dem Rest der Gemeinde verbunden?

Es ist immer ganz einfach, anderen zu beschreiben, wo ich wohne. Wenn sie die Straße überhaupt kennen, kennen sie wahrscheinlich auch das Gebäude – du weißt schon, das mit den vielen Betonbalkonen, über die das Grün wuchert. „Oh, ich liebe dieses Gebäude“, sagen sie zu mir. Durch seine Präsenz in der Bourke Street vermittelt das Gebäude ein Gefühl von Wildnis, Nachhaltigkeit, Kulturerbe und Lebendigkeit. Okay, das klingt jetzt vielleicht nach einer Aneinanderreihung von Schlagworten, aber genau das kommt mir in den Sinn, wenn ich darüber nachdenke, welchen Beitrag das Gebäude zum Straßenbild der Bourke Street leistet.

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