Das Bassendean Hotel, das sich mittlerweile zu einem inklusiven, vielseitigen Ausflugsziel entwickelt hat, zelebriert seine lokale Identität, haucht einem historischen Wahrzeichen neues Leben ein und würdigt die reiche Geschichte von Bassendean.
Das Bassendean Hotel, das seit den 1930er Jahren fest in der Stadtlandschaft von Perth verankert ist, wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen Woods Bagot, der Ark Group und dem Betreiber Australian Venue Co. aus einer vergangenen Ära in die Gegenwart übertragen.
„Basso“, wie es von den Einheimischen liebevoll genannt wird, wurde zwei Jahre lang saniert. Das zweistöckige Gebäude beherbergt nun sechs Bars, zwei Küchen und neun Themenbereiche, die der Geschichte des Pubs und seiner Besitzer Tribut zollen.
Laut Geschäftsführerin Eva Sue basiert der Entwurf von Woods Bagot auf einem tiefen Verständnis der vielschichtigen Geschichte des Bassendean Hotels und dem Bestreben, die Rolle des Eckhotels als soziales und kulturelles Herz der Gemeinde wiederherzustellen.
Sprechen Sie mit Eva Sue über das Bassendean Hotel
„Seit seiner Errichtung hat das Basso zahlreiche – oft wenig rücksichtsvolle – Umbauten erlebt, durch die viele der ursprünglichen Oberflächen entfernt oder verdeckt wurden“, sagt Sue.
„Wir begannen unser Projekt damit, die historischen Grundstrukturen des Gebäudes freizulegen, um die Vergangenheit des Hotels sichtbar zu machen. Das Design würdigt die ursprünglichen architektonischen Merkmale, darunter Holzbalken, Mauerwerk, Überreste von gepressten Blechdecken und unter dem Putz aus den 1970er Jahren zutage getretene Kamine.“
Diese Aufarbeitung der Geschichte war für das Designteam von Woods Bagot ein Prozess der Entdeckung. Dort, wo das Team die ursprünglichen Oberflächen nicht freilegen konnte, legte es die ursprüngliche Struktur frei – die Balken und das Mauerwerk, die Spuren der Menschen, die das Gebäude errichtet hatten.
„Die Arbeit an einem bestehenden Gebäude, für das keine Baupläne vorliegen – insbesondere an einem Gebäude, das mehrfach umgebaut wurde –, kann ein Sprung ins Ungewisse sein“, sagt John Liddiard, Senior Associate bei Woods Bagot. „Das hält alle auf Trab und lässt sie sich fragen, wann die nächste Überraschung zutage treten wird.“
Zu den sechs Bars gehören eine Sportbar, eine Saloon-Bar, zwei Innenhofbars, eine Speakeasy-Bar und eine Balkonbar. Ergänzt werden diese durch eine Veranda im Freien, einen Clubraum, einen gemütlichen Rückzugsort und einen separaten Veranstaltungsraum. Jeder Raum erzählt eine andere Geschichte über die Vergangenheit des Ortes und die Menschen, die hier ein- und ausgegangen sind.
Die Sportbar „Connolly’s“ ist nach dem ursprünglichen Besitzer und der in Perth bekannten Rennsportpersönlichkeit Patrick Connolly benannt und würdigt die Sportgeschichte von Bassendean.
Benannt nach der Tochter der Familie, die das Hotel nach Connollys Tod erworben hatte, bietet „Daphne’s Snug“ eine gemütliche Lounge mit vielfältigen Texturen: Holzvertäfelungen, maßgefertigte Teppiche und Sitzbänke mit Knopfverzierung.
In der Hauptbar „The Saloon“ wurden frühere Renovierungsarbeiten rückgängig gemacht, um die Überreste der ursprünglichen Blechdecke und einen lange verborgenen Kamin freizulegen. Durch die Beibehaltung der ursprünglichen Fenster und die Entfernung vieler alter, dunkler Oberflächen ist die Bar zu einem hellen, lichtdurchfluteten Raum geworden. Eine neue, markante Holztheke bildet zusammen mit einer antiken Rückwand ein zeitloses Herzstück.
Die gemütliche und stimmungsvolle Einrichtung der Gallagher’s Bar erinnert an die Speakeasy-Bars der Prohibitionszeit und ist eine augenzwinkernde Anspielung auf die Abstinenzbewegung, deren Anhänger sich gegen den Bau des Hotels ausgesprochen hatten.
„Die Einrichtung ist durchweg vielschichtig und strukturiert, mit Hunderten von Antiquitäten und Vintage-Stücken, die den Zeitgeist einfangen sollen“, sagt Eva Sue.
„Die Lokalhistorikerin Jennie Carter wurde beauftragt, 200 historische Bilder für die Ausstellung zusammenzustellen und zu präsentieren, die jedem Raum einen ganz eigenen Charakter verleihen und Geschichten aus der Vergangenheit des Hotels und der Gemeinde widerspiegeln.“
In der Entwurfsphase berücksichtigte Woods Bagot die eigentliche Funktion traditioneller britischer und australischer Pubs, ihre Rolle in den Gemeinden sowie ihre kontroverse Geschichte.
„Das Hotel war schon immer ein Treffpunkt für die Gemeinde von Bassendean. Es war uns sehr wichtig, dass dieser Ort, der einst von Männern dominiert war, nun inklusiv ist. Verschiedene Gruppen werden sich hier nun wohl und willkommen fühlen“, sagt Sue.
Durch die Umgestaltung eines Teils des Hotelparkplatzes an der Old Perth Road in einen einladenden Innenhof erweiterte Woods Bagot die belebte Fassade des ursprünglichen Hotels und schuf so einen neuen, familienfreundlichen Ort mit einem Kinderspielplatz.
Joe Baily, Regionalleiter der Australian Venue Co., sagte, dass die Wiedereröffnung des Bassendean Hotels verdeutliche, wie sich der bescheidene Pub in den letzten 20 Jahren weiterentwickelt habe.
„Als das Rauchen noch erlaubt war, waren Kneipen eben Kneipen – man hätte seine Familie nicht zum Essen dorthin mitgenommen“, sagte er. „Heute wünschen sich die Leute familienfreundliche Lokale, in denen sie gutes Essen, guten Wein und gutes Bier genießen und gleichzeitig die Kinder beschäftigen können.“
Eva Sue, Partnerin bei Woods Bagot, und das Bassendean Hotel werden im Indesign Magazine vorgestellt.
07. Juli 22
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