Als Antwort auf das diesjährige Thema – „Stimmen“ – hat Woods Bagot einen Entwurf für einen Festwagen entwickelt. Der Entwurf mit dem Titel „Pipe Up“ wurde sowohl als Einladung als auch als Verstärker konzipiert und schafft einen Raum, in dem jede Stimme Gehör findet.
Das London Festival of Architecture hat in Zusammenarbeit mit Architecture LGBT+ und Freehold einen spannenden Designwettbewerb für einen Pride-Festwagen ausgeschrieben, um LGBTQIA+-Architekten beim Pride in London 2025 zu würdigen.
Der diesjährige Wettbewerb steht im Einklang mit dem LFA-2025-Thema „Voices“ und ermutigt die Teilnehmer, sich in ihren Entwürfen mit Identität, Inklusion und Kreativität auseinanderzusetzen. Indem er eine Plattform für kreativen Ausdruck bietet, bekräftigt der Wettbewerb das Bekenntnis zur Inklusion in der Architektur und sorgt dafür, dass LGBTQIA+-Fachleute sichtbar werden und gewürdigt werden.
Über einen Zeitraum von drei Wochen arbeiteten Architekten und Modellbauer aus dem gesamten Londoner Studio von Woods Bagot gemeinsam an einem Entwurf, der die Kraft und Vielfalt queerer Stimmen in der gebauten Umwelt würdigen sollte. Das Konzept entstand im Rahmen eines studienweiten Workshops, bei dem wir Ideen auf einem gemeinsamen Miro-Board sammelten. Diese wurden anschließend von einem speziellen Team weiterentwickelt, das einen Entwurf entwarf, der das gesamte Spektrum des Ausdrucks würdigt – in der Erkenntnis, dass sowohl leise als auch laute Stimmen den gleichen Wert haben.
Im Kern ging es bei „Pipe Up“ darum, einen Raum zu schaffen, in dem jede Stimme – ob leise oder laut, sanft oder dröhnend – Gehör findet. Als bewegliche Struktur und wandernder Chor stand das Projekt für queere Identität, architektonisches Geschichtenerzählen und die Stadt, die wir alle gemeinsam gestalten.
Mike Liu, Designer bei Woods Bagot, sagt: „Das Design orientierte sich an der vertrauten Erfahrung, durch Trichter oder Rohre zu sprechen, und übersetzte dies in eine Installation, die Schallfrequenzen visualisierte. Flexible Schläuche und Gerüstrohre bildeten das Gerüst der Konstruktion und schufen Formen, die Schallwellen widerspiegelten. Indem wir diese normalerweise verborgenen Bauelemente sichtbar machten, wollten wir die oft unsichtbaren, aber unverzichtbaren queeren Stimmen in unserer Branche symbolisieren.“
„Pipe Up“ wurde sowohl als Einladung als auch als Verstärker konzipiert – um alle dazu zu ermutigen, ihre Meinung zu sagen, sich gegenseitig zu unterstützen und aufmerksam zuzuhören. Bei der Gestaltung stand die Wiederverwendung vorhandener Gerüstmaterialien im Vordergrund, was unser Engagement für nachhaltige Praktiken und einen kooperativen Prozess widerspiegelt.
„Im Grunde ging es bei dem Projekt darum, einen Raum zu schaffen, in dem jede Stimme – ob leise oder laut – Gehör finden kann. Als bewegliche Struktur und zugleich als wanderndes Statement verkörperte es die Schnittstelle zwischen queerer Identität, architektonischer Erzählung und unserer gemeinsamen Rolle bei der Gestaltung des städtischen Raums“, sagt Naeera Ali, Innenarchitektin bei Woods Bagot.
„Auch wenn unser Entwurf in diesem Jahr nicht ausgewählt wurde, sind wir nach wie vor stolz auf die Kreativität, die Überlegungen und die Sorgfalt, die in das Projekt eingeflossen sind, und freuen uns darauf, weiterhin einen Beitrag zu den Diskussionen an der Schnittstelle von Architektur und Inklusion zu leisten“, sagt Mike Liu.
Das Konzept wird am 5. Juli 2025 bei der Pride in London vorgestellt.
Mehr dazu hier: https://www.londonfestivalofarchitecture.org/pride-float-design-competition/
Team: Mike Liu, Naeera Ali, Stewart Good, Nikki Finch, Melody Chu
New York, USA
Melbourne, Australien
Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Perth, Australien
New Jersey, USA