16.11.2023
16. November 2023

Te Pae erhält bei den NZIA-Awards die höchste Auszeichnung für öffentliche Architektur

Das Te Pae Christchurch Convention Centre wurde vom Neuseeländischen Architektenverband (Te Kāhui Whaihanga) mit einem nationalen Preis in der Kategorie „Öffentliche Architektur“ ausgezeichnet.

Im Rahmen dieses jährlich stattfindenden Preisverleihungsprogramms werden die besten Architekturprojekte ausgezeichnet, die in einem bestimmten Jahr in Neuseeland entstanden sind; 2023 wurden 31 Projekte in 12 Kategorien gewürdigt.

Alle im Rahmen des nationalen Preisverleihungsprogramms ausgezeichneten Projekte wurden zuvor auf lokaler Ebene gewürdigt, bevor sie von der nationalen Preisjury in die engere Auswahl genommen wurden, die jedes Projekt im Rahmen einer landesweiten Juryrundreise zu Beginn des Jahres begutachtet. 

Te Pae, entworfen von Woods Bagot in Zusammenarbeit mit Warren and Mahoney, wurde mit dem Preis für „Öffentliche Architektur“ ausgezeichnet. In dieser Kategorie wird das Projekt gewürdigt, das den größten Beitrag für die Gemeinschaft leistet, wobei die Leistungsfähigkeit des Gebäudes, seine Kohärenz, die räumliche Qualität, die Struktur, die Erzählkraft sowie die Zufriedenheit der Nutzer berücksichtigt werden.  

Die Jury lobte das Projekt für seine markante, warme Holzausstattung und die geschickte Steuerung der Besucherströme in den Räumlichkeiten und bezeichnete es als „sehr gelungenes Beispiel für städtische Architektur“.

Fotografie: Dennis Radermacher

„Als wichtiger Bestandteil des Wiederaufbaus und der Neugestaltung von Christchurch nach dem Erdbeben von 2011 ist dieses Gebäude so konzipiert, dass es sich in das neue städtebauliche Erscheinungsbild der Stadt einfügt“, erklärte die Preisjury. „Es würdigt das vorkoloniale und multikulturelle Erbe der Region und bietet den lokalen Ngāi Tahu/Ngai Tuahuriri eine starke kulturelle Präsenz.“

„Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass der Schwerpunkt auf der Gemeinschaftsbildung liegt und es nicht nur ein ‚großes, anonymes‘ Kongresszentrum ist“, heißt es in der Begründung der Jury weiter. „Der Entwurf war mit mehreren Herausforderungen konfrontiert, insbesondere mit der komplexen Fassade und der seismischen Belastung, doch diese wurden durch innovative und kooperative Anstrengungen gemeistert.“

Die Auszeichnung wurde am Donnerstag, dem 16. November, im Rahmen eines Galaabends im St. James Theatre in Wellington verliehen. Bruno Mendes, Direktor bei Woods Bagot und Projektleiter, erklärte, die nationale Auszeichnung sei eine große Ehre und Leistung für das Projektteam und seine Partner.

„Wir haben uns um eine Architektur bemüht, die sowohl geografisch als auch kulturell mit dem Ort in Verbindung steht, um ein städtisches Wahrzeichen zu schaffen, das bei den Menschen in Christchurch Anklang findet“, sagt Mendes. „Diese Auszeichnung für öffentliche Architektur unterstreicht den Wert einer sinnvollen kulturellen Zusammenarbeit mit dem lokalen Iwi, den Ngāi Tahu.“ 

Fotografie: Dennis Radermacher

Die fließende Fassade, die eine geschichtsträchtige und einfühlsame Reaktion auf den Ort darstellt, besteht aus fast 43.000 Fliesen, die in einem kunstvollen Fischgrätenmuster angeordnet sind. Jede Fliese wurde einzeln nummeriert und platziert; die vielfältigen Farbtöne und das Chevron-Muster wurden von der „Aoraki“-Tafel inspiriert einem handgewebten Gemeinschafts-Kunstwerk, das auf Ngāi Tahu als „Tangata Whenua“ (Volk des Landes) verweist.

Das Zusammenspiel der fließenden Fassade und der verglasten Fenster ist von den verzweigten Flussläufen in Christchurch inspiriert – einem einzigartigen geografischen Merkmal der Canterbury-Ebene –, wodurch eine visuelle Erzählung entsteht, die die Eingänge des Gebäudes definiert und dessen Ausblicke auf den Ōtākaro / Avon River einrahmt.   

Das 2022 fertiggestellte, 28.000 Quadratmeter große Kongresszentrum ist ein Vorzeigeprojekt für den Wiederaufbau von Christchurch nach den Erdbeben von 2011.

„Es ist ein Grund zum Stolz für die Region und ihre Bewohner, mit einer architektonischen Erzählung, die eine tiefe Verbindung zum Ort herstellt“, sagt Kirstie McNulty, General Managerin von Te Pae bei Rau Paenga. „Woods Bagot, Warren and Mahoney und Matapopore haben mit dieser Einrichtung einen bedeutenden Beitrag für Christchurch geleistet. Mit bisher über 400 Veranstaltungen und 160.000 Besuchern ist Te Pae ein weltweit wettbewerbsfähiger Veranstaltungsort, der bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck von der Kultur und Gemeinschaft Christchurchs hinterlässt.“

Zur Jury der NZIA-Auszeichnungen 2023 gehörten Dave Strachan (Strachan Group Architects), die internationale Gastjurorin Clare Cousins (Clare Cousins Architects), Sally Ogle (Patchwork Architecture) und Ewan Brown (Tennent Brown Architects). 

 

Medienanfragen:
Isla Sutherland:
Spezialistin für Inhalte und Kommunikation (Australien und Neuseeland)

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