Am 21. Juli fand im Harvey-Milk-Terminal 1 des internationalen Flughafens von San Francisco ein Community Day statt, an dem Tausende teilnahmen, um die Fertigstellung der ersten neun Gates im neuen Terminal zu feiern.
Neben einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm, das die Vielfalt und Kreativität San Franciscos widerspiegelte – darunter der Gospelchor „Glide Ensemble“, „Glenda the Good“, künstlerische Aktivitäten für Kinder, Selfie-Stationen und ein VR-Erlebnis des Revit-Modells –, gab es eine hochkarätige Rednerliste, zu der auch Bürgermeisterin London Breed gehörte. „Wir verändern das Reiseerlebnis der Passagiere mehr als jeder andere Flughafen der Welt“, sagte Breed. „Und ich war schon auf vielen Flughäfen!“
Die Fertigstellung des Terminals ist für 2023 geplant, wobei die Bauarbeiten in zwei Phasen erfolgen. Das für diese erste luftseitige Phase, den Boarding-Bereich B, zuständige Design-Build- und Projektmanagement-Team umfasst das Joint Venture von Austin Commercial & Webcor Builders zusammen mit Woods Bagot (Innenarchitektur und Terminalplanung), HKS (Gebäudehülle und Programmplanung), KYA und ED2 International. Die Bauleiter sind WSP, Parsons Brinkerhoff und AGS. Das Design-Build-Team für das Terminal 1 Center (landseitig) besteht aus Hensel Phelps, Gensler und Kuth Ranieri, wobei AECOM und Cooper Pugeda Management JV als Bauleiter fungieren.
Eines der Gestaltungsziele des Teams war es, ein Terminal zu schaffen, das unverkennbar zu seinem Standort passt. Ivar C. Satero, Direktor des Flughafens SFO, bestätigte: „Im Mittelpunkt des Terminals steht das Passagiererlebnis; wir möchten, dass die Menschen die Werte unserer Stadt erleben, und wie könnte man das besser tun, als Harvey Milk zu würdigen. Die Gastronomieangebote, darunter viele lokale Unternehmen, tragen weiterhin dazu bei, den SFO durch lokale Qualität aufzuwerten. Die Größe, die überwältigend wirken könnte, wurde auf eine menschliche Maßstäbe ausgelegt. Und ohne Hunderte von Steckdosen und einen Yogaraum wäre dies nicht San Francisco.“
Nach einem einstimmigen Beschluss des Stadtrats wurde der Terminal nach Harvey Milk benannt, dem ersten offen schwulen gewählten Amtsträger in der Geschichte Kaliforniens. Milk wurde 1978 ermordet. Eine Gedenkwand, die Milks Lebensgeschichte erzählt und durch ihre Größe und Emotionalität beeindruckt, empfängt jeden, der den Terminal betritt.
Das Team von Woods Bagot wurde von den Partnern Carsten Voecker, Katy Mercer und Tamara White sowie dem assoziierten Partner Richard Spencer vom Büro in San Francisco aus geleitet. Neun weitere Gates sollen im nächsten Jahr eröffnet werden, die vollständige Fertigstellung ist für 2023 geplant. Als Beispiel für „People Architecture“ im großen Stil wird das Terminal voraussichtlich von 17 Millionen Menschen pro Jahr genutzt werden.