Mit dieser Auszeichnung werden Denkmalschutzbemühungen gewürdigt, die historische Stätten neu interpretieren, damit Besucher sie noch besser genießen und ihre Bedeutung würdigen können. Das Studio aus Brisbane hat einen nachhaltigen Masterplan für das 3,4 Hektar große Gelände entworfen, der die Verwendung von recyceltem Holz, Regenwassernutzung und öffentliche Gärten vorsieht. Laut dem stellvertretenden Leiter David Lee werden alle Gebäude weniger als 10 Prozent der Gesamtfläche des Masterplans einnehmen.
Das Gelände, das ursprünglich 1936 am Brisbane River errichtet wurde, ist ein Symbol für die Rolle der Stadt als wichtigster Hafen von Queensland. Der erste Bau bestand aus einem zweistöckigen Stahlbetonbau, zu dem drei neue Liegeplätze sowie fünf Lagerhallen gehörten, die später in den frühen 1940er Jahren hinzugefügt wurden. Der Zweite Weltkrieg unterbrach jedoch die letzten Phasen dieses Teils des Projekts. Stattdessen wurden fünf Luftschutzbunker errichtet. In späterer Zeit diente das Gelände auch als Standort der Wasserpolizei und als Lagerfläche für das Queensland Works Department. Aufgrund von Vernachlässigung wurde es jedoch in den 2000er Jahren abgerissen, als eines der ursprünglichen Gebäude in den nahegelegenen Fluss stürzte.
Das Studio ist auch für die Howard’s Hall verantwortlich, den größten Ausstellungs- und Veranstaltungsraum des Areals, der den Vorstart der mehrstufigen Erschließung des gesamten Geländes markierte. Die Formensprache spiegelt die schlichte Struktur der nahegelegenen Hafenanlagen wider. Die Fassade besteht aus einem vollständig verglasten, freiliegenden Stahlrahmen, der von einem schuppenartigen Sägezahn-Dach gekrönt wird. Im Innenbereich befinden sich versetzbare Wände, die für verschiedene Zwecke angepasst werden können. Kleinere, flexible Räume, darunter Dachterrassen und Räume unterschiedlicher Größe, stehen ebenfalls für intimere Veranstaltungen zur Verfügung und ermöglichen es, mehrere Aktivitäten gleichzeitig durchzuführen. An beiden Enden befinden sich Einzelhandels- und Dienstleistungsbereiche.
Die Halle ist sowohl in ihrer Materialwahl als auch in ihrer Formgebung eine Hommage an ihren Standort. Ihr Boden besteht aus wiederverwertetem Holz, das auf dem Gelände gefunden wurde. Um eine Verbindung zum nahegelegenen Flussufer herzustellen, verfügt das Gebäude über versenkbare, raumhohe Fenster.
„Bei diesem Projekt geht es darum, die Aussicht zu bewahren und das kulturelle Erbe zu würdigen, wobei ein großzügiger und zeitgemäßer öffentlicher Raum alles miteinander verbindet“, sagte David Lee.